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Schloss & Schlosspark Pillnitz
Ab 1609 entstand der Pillnitzer Lustgarten und das Lusthaus. 1616 wird
das Schloss zu einem Vierflügelbau erweitert.
1695 kauft der Kurfürst von Sachsen, Johann Georg IV. das Schloss und
schenkte es seiner Mätresse Magdalene Sibylle von Neitschütz. August der
Starken, der jüngere Bruder von Johann Georg IV erbt nach dem Tode
von Johann Georg IV. das Schloss und Magdalene Sibylle von Neitschütz.
August der Starke schenkte das Schloss 1706 seiner Mätresse Gräfin Cosel.
August der Starke übernahm 1718 das Schloss wieder und ließ es baulich
erweitern.
- Von 1720-1730 wurden Wasserpalais und Bergpalais nach Entwürfen von Pöppelmann, sowie Ringrenngebäuden, Venustempel, Weinbergkirche gebaut sowie der große Schlossgarten mit dem Lustgarten angelegt.
- 1765 bis 1918 war Pillnitz die Sommerresidenz des Sächsischen Hofes.
- 1770 wird der Park zu einem Englischen Landschaftsgarten erweiter.
- 1780 die heute älteste japanische Kamelie Europas "Cam‚llia japonica" kommt nach Pillnitz und der Englische Pavillon wird errichtet.
- 1790-1804 wird der Chinesischen Gartens mit Teich und Chinesischem Pavillon erbaut.
- 1800 entsteht die botanische Schule in Dresden Pillnitz.
1818 brennt das alte Schloss Pillnitz ab.
- 1838-1867 wird das Neuen Palais durch Christian Friedrich Schuricht, mit Küchenflügel, Kapellenflügel, dem repräsentativen Kuppelsaal errichtet und der Lustgarten neu gestaltet.
- 1858-1861 das Palmenhaus entsteht.
- 1866 der Fliederhof wird angelegt.
- 1874-1880 der Lustgarten wird im Biedermeierstil umgestaltet und die Orangerie erweitert.
- 1924 Schloss Pillnitz wird verstaatlicht und für Wohnungen und Künstler-Ateliers genutzt.
- 1942-1945 Das Pillnitzer Schloss wird Auslagerungsort für Dresdner Kunstschätze.
- 02.03.1945 Der Luftangriff beschädigte verschiedene Schlossteile, das Palais blieb verschont.
- 1963 Museum für Kunsthandwerk wird eröffnet und umfangreichen Restaurierungsarbeiten werden begonnen
- 1952-1993 Die Stadt Dresden verwaltet Schloss und Park Pillnitz
- 01.08.1993 Des Schlossbetrieb "Staatliche Schlösser und Gärten Dresden" übernimmt Schloss und Park Pillnitz.
Öffnungszeiten:
Parkanlage ganzjährig geöffnet
Bergpalais: Mai bis Oktober
Di - So: 10:00 - 18:00 Uhr
Montag geschlossen
(November bis April Winterpause)
Wasserpalais / Kunstgewerbemuseum:
Mai - Oktober
Mi - So: 10:00 - 18:00
Dienstag geschlossen
Wandertip Entlang der Pillnitzer Weinberge
Den Fussweg an der Außenseite des Schlossparks Pillnitz bergauf bis zur
höchsten Stelle. Am Pillnitzer Reiterhof "Alte Schäferei" weiter die
Wünschendorfer Straße bergauf zum Denkmal der Pillnitzer Opfer des 1. Weltkrieges.
Oder - vorbei an der Sparkasse (Parkplatz) "Am Rathaus" ehemals der "Dorfplatz"
ein kurzes Stück "An der Schäferei" weiter die Wünschendorfer Straße zum
Denkmal der Pillnitzer Opfer des 1. Weltkrieges.
Von der Straße nach links dem Wanderweg mit Stufen bergauf zum Felsplateau
am Friedrichsgrund folgen.
Die von Graf Marcolinie 1785 oberhalb des Leitenweges errichte künstlichen
Ruine war Veranstaltungsort für die Sommerfeste der Kurfürstlichen Hofgesellschaft.
Von der Ruine weiter gehen zur Wünschendorfer Straße, nach rechts bergab,
bis links der Leitenweg (Weinlehrpfad) beginnt.
Dem Leitenweg entlang der Pillnitzer Königlichen Weinberge mit wunderbarer
Aussicht über das Schloss Pillnitz, den Schlosspark, nach Dresden und bei
gutem Wetter, bis in die sächsische Schweiz, folgen.
Nach rechts den nassen Grund talwärts bis zum Bergweg gehen. Dort wieder
rechts dem Bergweg, vorbei an der Genbank des Institutes für Pflanzengenetik
und Kulturpflanzenforschung in Richtung Schloß Pillnitz folgen. Am Reitplatz
eie Erfrischung und etwas Stärkung zu sich nehmen und vorbei an Winzerhäusern,
der ehemalige Weinpresse zur barocken Weinbergskirche.
Die von 1723 bis 1725 nach Plänen der Baumeisters Pöppelmann und Schumann errichtete Weinbergskirche "Zum heiligen Geist" zeigt an der Wetterfahne mit Krone die Inschrift "APRO 1723", den Bauherren "August Rex König von Polen".
Pillnitzer Wein - Die Rebsorten
Sächsischer Weine sind meist trocken, von leichter, fruchtiger Frische, sehr natürlich und vom Jahrgang geprägt. Bei sächsischem Wein kommt auf dezente Weise das typische einer jeden Rebsorte zum Ausdruck. Das sächsische Elbtal hat als kleinstes deutsches Weinanbaugebiete ein reichhaltiges Rebsorten Spektrum: Müller-Thurgau, Weißburgunder, Riesling, Traminer, Ruländer, Kerner, Scheurebe, Baccus, Gold Riesling, Rotweine und andere Sorten.
Der 1913 aus dem Elsass in das Elbtal eingeführte "Goldriesling" hat sich als Kreuzung aus "Riesling" und "Courtillier musque" unter den hiesigen Klimaverhältnissen hervorragend bewährt. Die sächsische Spezialität "Der Schieler", ein rosa bis roter Wein wird traditionell aus roten und weißen Trauben gekeltert.
Pillnitzer Wein - Die Reblaus
Die aus Amerika eingeschleppte Reblaus Pylloxera vastarix erzeugt in ihrem Entwicklungszyklus jährlich drei bis sechs Generationen Blattläuse, unterirdisch Wurzellaus. Die Wurzelläuse saugen an den Rebwurzeln so das der Weinstock langsam eingeht. Die Reblaus vernichtete Mitte des 19. Jahrhunderts den alten Weinbau und war zugleich Initiator des modernen Weinbaus. Heut trotzen die in den Rebschulen gezogenen Pfropfreben der Reblaus und lassen durch geeignete Unterlagen auch Ertrag, Wüchsigkeit und Bodenanpassungen des Weinstock beeinflussen.
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